Wie wir die Bildschirme im T-Mobile Magenta Experience Center vernetzt haben und warum daraus Bohemica Signage wurde | Bohemica Signage
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Wie wir die Bildschirme im T-Mobile Magenta Experience Center vernetzt haben und warum daraus Bohemica Signage wurde

Der T-Mobile-Showroom in Prag brauchte eine zentrale Steuerung für 24 Bildschirme und Videowände. Das System, das wir dafür gebaut haben, wurde zur Grundlage von Bohemica Signage.

Jakub Miřejovský 4 Min. Lesezeit
Innenraum des T-Mobile Magenta Experience Center mit Bildschirmen in der Gaming-Zone und an den Produkttischen
24
Bildschirme und Videowände im Showroom
800+ m²
Showroomfläche in den Arkády Pankrác, Prag
7 Tage die Woche
Betriebssupport

Als T-Mobile am 17. Dezember 2020 im Prager Einkaufszentrum Arkády Pankrác das Magenta Experience Center eröffnete, war das kein gewöhnlicher Laden. Auf mehr als 800 m² entstand ein Raum mit Gaming-Zone, Co-Working, Podcast-Studio, Smart-Home-Ausstellung und einer Bühne für Konferenzen. Bildschirme gibt es dort fast überall, und jede Zone braucht andere Inhalte, zu einer anderen Zeit und in einer anderen Qualität.

Die Verwaltung der Inhalte auf all diesen Bildschirmen wurde uns übertragen. Das System, das wir für den Showroom gebaut haben, wurde später zur Grundlage von Bohemica Signage.

Die Aufgabe: ein Ort für alle Bildschirme

Für die Entwicklung hatten wir knapp drei Monate. Die Anforderungen waren klar:

  • Inhaltsverwaltung in der Cloud, von überall erreichbar, nicht nur von einem Computer im Laden
  • Video, Bild und Webseite als vollwertige Bildschirminhalte
  • Automatische Qualitätsprüfung des gelieferten Videomaterials, damit nichts auf einen Bildschirm kommt, was nicht flüssig läuft
  • Eine Verwaltungsoberfläche in mehreren Sprachen
  • Support 7 Tage die Woche, denn der Showroom hat auch am Wochenende geöffnet

Vom Schaltplan zur ersten Zeile Code

Bevor wir mit dem Programmieren begannen, zeichneten wir einen Schaltplan aller Komponenten: welches Display wo hängt, was es antreibt und wie es an seine Inhalte kommt. Die kleinen 32”-Bildschirme an den Produkttischen laufen mit Raspberry Pi in Full HD. Die großen Displays und Videowände auf den Bühnen und in der Gaming-Zone werden von NUC-Rechnern angesteuert, die 4K schaffen.

Schaltplan der Bildschirme, Player und des Servers im Magenta Experience Center
Schaltplan: Raspberry Pi für die kleineren Bildschirme, NUC für die 4K-Displays und Videowände, alles über das Internet mit dem Server verbunden

Dank des Schaltplans war von Anfang an klar, aus welchen Teilen das System besteht:

  1. Ein Server mit Datenbank und API, der Anfragen verarbeitet, Medien speichert und Daten sichert
  2. Eine Verwaltungsoberfläche im Browser, in der das Showroom-Team die Inhalte pflegt
  3. Ein Player auf jedem Bildschirm, der die Inhalte herunterlädt und abspielt

Für jeden Bereich der Verwaltung haben wir dann eine einfache Skizze der Benutzeroberfläche erstellt. Anhand der Skizzen haben wir uns schnell mit dem Kunden abgestimmt, was wohin kommt, und konnten sofort mit dem Code beginnen.

Skizzen der Benutzeroberfläche der Verwaltung
Skizzen der einzelnen Verwaltungsansichten

Gruppen nach Showroom-Zonen

Das Showroom-Team denkt nicht in Bildschirmnummern, sondern in Zonen. Deshalb stehen Gruppen im Mittelpunkt der Verwaltung. Hauptbühne, Partnerbühnen, Gaming-Arena, Kinderecke oder Besprechungsräume lassen sich jeweils als Ganzes steuern und bekommen ihre eigene Playlist. Nachts schaltet der gesamte Showroom auf einen Bildschirmschoner um.

Die Verwaltung mit Bildschirmgruppen, benannt nach den Showroom-Zonen
Bildschirmgruppen nach Zonen: Bühnen, Gaming-Arena, Besprechungsräume und der nächtliche Bildschirmschoner. Stand: Dezember 2020

Bei jeder Gruppe sieht man sofort, wie viele Bildschirme online sind, wie viele gerade eine Playlist abspielen und welche offline sind. Ein Problem mit einem Display bemerkt das Team so in der Verwaltung und nicht erst durch einen Besucher.

Vom Showroom in Filialen im ganzen Land

Das Magenta Experience Center nutzt das System bis heute. Nach und nach kamen weitere T-Mobile-Filialen in ganz Tschechien hinzu.

Von einem Showroom zum eigenen Produkt

Das Magenta Experience Center hat uns gezeigt, dass viel mehr Unternehmen vor demselben Problem stehen. Läden, Restaurants, Büros und Hotels müssen die Inhalte auf ihren Bildschirmen von überall ändern können, ohne USB-Sticks und ohne Software, die an eine einzige TV-Marke gebunden ist.

Deshalb haben wir aus dem Showroom-System nach und nach Bohemica Signage gemacht, einen Cloud-Dienst, den jeder einsetzen kann. Vieles, was heute im Produkt steckt, hat seinen Ursprung in Pankrác:

  • Raspberry Pi und NUC als Player - günstig und zuverlässig, mit 4K dort, wo es nötig ist
  • Gruppen und Playlists - Inhalte für eine ganze Zone oder Filiale mit einem Klick
  • Videokonvertierung beim Upload - aus der automatischen Qualitätsprüfung wurde die Konvertierung in mehrere Qualitätsstufen bis 4K, damit jeder Bildschirm eine Version bekommt, die er flüssig abspielt
  • Bildschirmstatus auf einen Blick - welche Bildschirme online sind und was sie gerade zeigen
  • Mehrere Sprachen - die Verwaltung gibt es heute in sechs Sprachen
  • Direkter Support - Kunden sprechen direkt mit dem Entwicklerteam, ohne Zwischenhändler

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